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CD: New Order Movement Collector's Edition Rem.&exp. deluxe 2CD Joy Division NEU/OVP
Neu & OVP (eingeschweißt)
Nach begeisterten Rauf- und Runterhören der Joy-Division-Alben während manch grauer Novembertage macht auch die Anschaffung von "Movement" mit der Bonus-CD Sinn. Und wenn man sich von Joy Division auf New Order über dieses Debutalbum zubewegt, macht dann auch alles Sinn, was in den Jahren danach passierte. Und es zeigt v.a. dass New Order mitnichten einfach mal so von JD auf die Dancefloors hüpften.
Dazu ist "Movement" viel zu beklemmend geraten. Allerdings im positiven Sinne beklemmend. Selbst beim großartigen und eher flotten Opener "Dreams never end" bohrt sich nach mehrmaligen Hören mehr und mehr ein melancholiger Ton ins Ohr. Ansonsten dachte ich beim ersten Hören: "Hey, Joy Division erfinden The Smiths" :-)
Danach muss man aber schon schlucken, mit "Truth" wird es äußerst beklemment, aber der Titel zaubert eine Wahnsinnsatmosphäre. Im Weiteren wird das Album sehr kühl, aber im Gesamtkontext passt das auch genauso.
Mit "The Him" folgt ein weiteres Highlight mit sehr eindringlichen Drums von Stephen Morris und einem phantastischen Spannungsbogen. Gleich danach kommt mein persönliches Highlight "Doubts even here", ebenfalls sehr melancholisch gehalten. Der Ausklang des Albums erschien mir dann fast etwas unpassend, andererseits tut es nach der beklemmenden Stimmung auch ganz gut, dass man nicht ganz so deprimiert aus diesem großartigen Album entlassen wird. Und irgendwie wühlt es das eben Gehörte noch einmal auf und lässt einen das Album nicht einfach beiseite legen.
Kurzum, mich hat das Album ist so was von schlüssig und hat mich unheimlich beeindruckt. Und zumindest bei mir hat es auch den Eindruck hinterlassen, dass der Tod von Ian Curtis aber mal richtig tiefe Spuren hinterlassen hat.
Was die Bonus-CD liefert, klingt mitunter nach Kontrastprogramm, weil dort schon viel deutlicher der Sound der kommenden Jahre durchkommt, v.a bei "Everything's gone green" und "Hurt". Aber Partybomben sind das noch lange nicht. Von "Ceremony" und meinem absoluten Favourite "Procession" ganz zu schweigen, da schwingt irgendwie immer so ein Hauch Melancholie mit.